Das Tamanu Beach Resort liegt nur wenige Minuten vom Flughafen entfernt und die Zeit, die überbrückt werden musste, bis unser Zimmer fertig war, füllte der Manager Nick Henry mit einem sehr interessanten Bericht über eine Waka Tour von Tahiti nach San Francisco. Ein reicher deutscher Unternehmer - Dieter Paulmann- hat den Bau von traditionellen polynesischen Booten gesponsert und will damit die traditionelle Seefahrt und den Zusammenhalt der Polynesischen Volksgruppen fördern und auch auf die zunehmende Zerstörung des pazifischen Lebensraums hinweisen. 7 Wakas waren zwei Jahre lang unterwegs und haben mithilfe traditioneller Navigation ihren Weg gefunden. Die Navigatoren haben während der Reise ihr Wissen an mitreisende Seeleute weitergegeben. Während der Tour ist der Zusammenhalt zwischen Fidschianern, Tahitianern, Cook-Isländern und den anderen teilnehmenden Inselgruppen stetig gewachsen und bei Teilstrecken wurden immer wieder Jugendliche mit an Bord genommen, die dadurch eine ganz neue " cultural awareness " erfahren haben.
Das Steuerpaddel eines Wakas hängt jetzt im Restaurant vom Tamanu Beach Hotel. Der Regen war bald vorbei und so könnten wir die tropischen Temperaturen wieder unter blauem Himmel genießen.
Der Pool, den wir nicht benutzt haben....
Unser Hüttchen - das Dach besteht im übrigen nicht aus romantischer Naturfaser , sondern schlicht aus Plastik...
Die Lagune rund um Aitutaki ist sehr flach und man kann fast überall stehen. Das Wasser ist angenehm warm - zu warm wahrscheinlich, weil auch hier die Korallenbleiche fortschreitet. Bei meinem ersten Schnorchelgang war ich einerseits begeistert vom klaren Wasser, andererseits aber auch etwas irritiert von den Unmengen an Seegurken, die den Meeresgrund bevölkern. Ziemlich ekelige Teile, die aber wohl alle organischen Bestandteile aus dem Sand filtern und " gefiltert " wieder ausscheiden. Bei der Recherche wurde ich von Wikipedia belehrt, dass 90 % der organischen Bestandteile des Tiefseebodens aus Seegurken besteht.
Hier auf Aitutaki hätte ich ganz gern darauf verzichtet....
Im Unterschied zu Rarotonga haben wir hier ein Restaurant, in dem morgens ein Frühstücksbüffet aufgebaut wird. Das Frühstück ist auch wieder recht simpel- aber immerhin auch mit Birchermuesli - frischer Melone und Papaya und Vollkorntoast! Das sogenannte "cooked" breakfast konnte man kostenpflichtig dazu bestellen.
An unserem zweiten Tag haben wir eine Bootstour zur One Foot Island gemacht und dabei die große Lagune etwas erkundet. Ein schöner Ausflug - zumal wir wegen einiger Absagen nur vier Leutchen im Boot waren und daher viel Ruhe und Muße hatten. Bei dieser Gelegenheit haben wir Andy und Gabi kennengelernt, die drei Nächte auf dieser einsamen Insel verbracht haben, in einem kleinen Häuschen ohne Strom, aber mit Hauskatze und vielen freilaufenden Hühnern, die es auf dem Atoll zuhauf gibt!
Andy und Gabi, die uns dann auf Rarotonga am Flughafen die Wartezeit verkürzt haben!
Bei der Schnorcheltour hatte selbst Konrad, der Nichtschnorchler seinen Spaß: Im klaren Wasser konnte er mit riesigen Fischen auf Tuchfühlung gehen, den Giant Trevally, die hier ganz entspannt an einem vorbeischwommen.
Ich konnte jetzt auch meine erste Giant Clam fotografieren - eine schillernde Riesenmuschel!
Die Giant Clam
Die gestreiften Brüder habe ich im Verdacht, mich in die Hüfte gebissen zu haben, ich hatte jedenfalls eine kleine blutende Bisswunde!
Meine Schwester hatte mir berichtet, dass auch direkt vor unserem Hotel Riesenmuscheln zu entdecken waren, es erwies sich aber als fast unmöglich die zu finden. Der Hotelmanager wusste nicht genau, wo sie war, ein australischer Gast hatte sie mit einem Kajak entdeckt, aber mit Schnorchel nicht wiedergefunden. Erst an unserem letzten Tag habe ich bei sehr guten Wasserbedingungen den entscheidenden Schnorchelgang gemacht und tatsächlich die Muschel dabei entdeckt. Ich war ziemlich stolz!
































